Ehrenamtliche Helfer_innen für die Sprachkurse gesucht

Information zu dem Sprachlernangebot für die Housing Area Gonsenheim

Das Ziel unseres Angebotes ist es, die Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft Housing Area beim ersten Spracherwerb zu unterstützen.

Es ist ein Einstieg in das Erlernen der deutschen Sprache, mit dem Ziel im Alltag ein wenig besser zurecht zu kommen. Es geht um Kontakt zu Sprache, sprechen und verstehen. Daher liegt unser Schwerpunkt auf dem Lernen von Worten und Redewendungen für den Alltag, dem regelmäßigen Üben von Aussprache und dem selbständigem sprechen. Mit dem Angebot möchten wir den Menschen eine erste Begegnung mit der Deutschen Sprache bieten, Spaß am Deutsch lernen vermitteln und Ihnen erste motivierende Anfangserfolge ermöglichen. Was wir nicht anbieten: einen „Sprachkurs“ an dessen Ende ein Test steht und der am Ende ein definiertes Lernniveau bescheinigt. Unser Angebot an die Flüchtlinge ist freiwillig, niemand ist verpflichtet mitzumachen.

Im Unterschied dazu: Jeder Flüchtling muss nach seiner Anerkennung einen Integrationskurs besuchen und damit verbunden einen offiziellen Sprachkurs absolvieren, den er auch mit einer Prüfung abschließen muss. Das ist eine staatliche Aufgabe und wird nicht ehrenamtlich organisiert. Auch wenn es freiwillig ist, so geht der Teilnehmer mit der Anmeldung auch eine gewisse Verpflichtung ein. Wir erwarten einen respektvollen Umgang, regelmäßige Teilnahme, bei Verhinderung eine Info an die Sprachhelfer, Pünktlichkeit, das verlässliche Mitbringen von Lernmaterial, das selbständige Üben und Arbeiten zuhause (Hausaufgaben).

Dazu gehört auch dass wir bestimmte „Regel" für den Besuch der Kurse definieren und mit den Teilnehmern vereinbaren; z.B: finanzielle Eigenbeteiligung an dem Material, Anwesenheitspflicht, wer verhindert ist bemüht sich im Austausch mit den anderen Teilnehmern darum, den verpassten „Stoff" nachzuholen…etc

Struktur:

Eine Lerngruppe von ca. 6-8 Personen) wird von 2-3 Personen betreut. Diese bilden ein festes Team und übernehmen als Team einen festen Termin, in einem bestimmten Raum mit einer festen Lerngruppe. Sie können sich gemeinsam vorbereiten, gemeinsam oder auch abwechselnd unterrichten und sich auch gegenseitig bei Verhinderung vertreten. Im Prinzip organisieren sich die Sprachlernhelfer einer Lerngruppe untereinander selbst.

Räume:

Wir haben für die Kurse ausreichend Räume; meistens am Vormittag aber auch am Nachmittag oft auch bis 18 Uhr. Es sind die Gemeinschaftsräume aller christlichen Kirchengemeinden in Gonsenheim. Die Räume haben alle Tageslicht, Tisch und Stühle und werden von uns noch zusätzlich mit einer Flipchart/Whiteboard als Tafel ausgestattet.

Selbstverständnis:

Wir alle sind ehrenamtliche, freiwillige Helfer, die dies in ihrer Freizeit tun. Sie entscheiden, wann und ob Sie einmal oder zweimal pro Woche mit den Flüchtlingen lernen möchten. Wir empfehlen maximal 2 x pro Woche, da Sie ja auch noch die Vorbereitungszeit berücksichtigen müssen.

Unterricht/Material/Vorgehen:

Der Unterricht sollte 60 – 90 Minuten dauern, und einen hohen Anteil an Sprechen und Sprech- und Hörübungen enthalten. Da sich die Sprachlerngruppen jedoch nur ein oder zweimal pro Woche treffen, sollten die Teilnehmer bis zum nächsten Treffen das, was in der Stunde geübt wurde zuhause wiederholen und festigen. (Hausaufgabe, eigenständiges Weiterlernen). Aus der Erfahrung der laufenden Kurse stellen wir Ihnen bewährtes Material zur Verfügung; im Prinzip möchten wir aber die Auswahl des Materials und das Vorgehen Ihrer Entscheidung überlassen. Es gibt eine große Anzahl an Lehr- und Lernmaterialen, hier beraten wir gerne.

Rolle /Aufgabe der Koordinatoren:

Als Koordinatoren bieten wir Ihnen Unterstützung in Organisation des Sprachangebotes generell und sind Ansprechpartner bei Fragen und Problemen/Konflikten.

Was wir nicht können, ist Ihren Sprachunterricht vorzubereiten. Was wir aber gerne tun sind Tipps und Hilfestellungen, die wir nützlich finden, an Sie weiterzugeben.