Ökumenishe Pfarreifastnacht 2018

Es geht auch ohne Obermessdiener

Erstmal möchte ich auf einen Fehler der Allgemeinen Zeitung hinweisen. Denn der Vortrag vom Obermessdiener Andreas Schmitt war wie erwartet sehr gut, fand allerdings auf einer anderen Sitzung statt. Zur Pfarreisitzung in Gonsenheim hat er es in diesem Jahr leider nicht geschafft. Was aber nur diejenigen mitbekamen, die auch bis zum Ende blieben.

Der Stimmung tat das allerdings keinen Abbruch. Nach dem Einmarsch der Füsilier-Garde und der Begrüßung durch den Sitzungspräsidenten Udo Becker ging es direkt zum Protokoll. Das wurde wieder vorgetragen von Ruth Ludwig, die den Vorschlag machte, dass man doch mal in Erwägung ziehen solle, einen gemeinsamen Martinsumzug der Gemeinden St. Stephan und St. Petrus Canisius zu planen. Das stehe wohl in den Sternen?

Die wahnsinnig junge Fiona Wagner vom Kinder-und Jugendballett der Füsilier-Garde betrat die Bühne, aber nicht um einen Solotanz aufzuführen, sondern um ihren ersten Vortrag zu halten und handelte sich damit tobenden Applaus ein. Aber auch in ihrer Ballettgruppe machte sie eine gute Figur, die Mädchen waren toll anzuschauen.

Unser Engel und Redaktionsmitglied Christiane Mertins durfte auch in diesem Jahr nicht fehlen und haute im Rundumschlag gegen alles, was sie so Negatives beobachtete. Zum Beispiel der Umgang der Politiker mit der Unterschriftenaktion des Stadtteiltreffs Gonsenheim. Denn während der Vorsitzende Pfarrer Andreas Nose in der Stadtratssitzung über die Lage und das Engagement des Stadtteiltreffs berichtete, dankten ihm viele der anwesenden Politiker damit, dass sie Zeitung lasen oder lustigen Handyspielen nachgingen.

Peter Beckhaus war als Jäger und Beobachter unterwegs und entdeckte ein Häschen und einen Hasen, die versuchten sich einen Weg zu bahnen, zur großen Liebe sollte er führen, doch kam es nicht mal zum Berühren. Den Wald betrat ein stolzer Fuchs, mit dem sie sich kochte dann eine Supp’. Doch ohne sein Feuerwehrlied ließ man ihn nicht gehen.

Ein neus Gesicht wagte sich auf die Bühne. Bettina Moser- Conrad, gab einen Vortrag über ihren Spanienurlaub zum Besten. Dann heizte sich die Stimmung so richtig auf, besonders bei den Damen. Das Männerballett tanzte mit Merkel die Koalitionsverhandlungen durch. Von Jamaica über FDP hin zur SDP. Einen mitreißenden Vortrag lieferte Kai Schmitt als Postbote ab. Die evangelische Kantorei glänzte mit schmissigen Abba-Liedern und kommentierte damit die in einer Nachrichtensendung verkündete Vereinigung der Gonsenheimer katholischen und evangelischen Kirchengemeinden. Die Namensfindung gestaltete sich noch als schwierig, bis ein Anruf vom Papst seinen Besuch der neuen Mamma-mia-Gemeinde verkündet.

Spitzenmäßig gelang das Zwiegespräch der zwei Verkehrswächterinnen, gespielt von Thorsten Schäfer und Thorsten Spengler, die mit Blitzerselfies nicht nur den Diakon Baum, sondern auch Pfarrer Andreas Nose zum mehrmaligen „Auf und nieder immer wieder“ bewegten. Zum großen Finale fanden sich alle Mitwirkenden auf der Bühne ein, sangen die bekannten Fastnachtslieder und der Saal sang mit. Und zum Schluss folgte der Zug durch die Gemeinde, im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Mitwirkenden zogen durch die Reihen und ließen sich bejubeln. Wir freuen uns schon auf die Sitzung im kommenden Jahr. (OW)