Der Geist von Rüdesheim

Der Elsa-Chor übte Harmonie nach Noten

Ab in Klausur. Wie in jedem Jahr verzog sich der Elsa-Chor wieder in die Abgeschiedenheit zu intensiven Proben. In diesem Jahr auf die andere Seite des Rheins: Rüdesheim. Der Blick von der Terrasse bot ein herrliches Panorama. Aber Nebensache. Es sollte ja gearbeitet werden. Zweimal am Tag für mehrere Stunden Rhythmus, Harmonie und Kraft tanken für die letzten Auftritte des Jahres und das Abschlusskonzert. Na, von wegen. Wie der Geist von Rüdesheim sich letztlich auswirkt werden die Auftritte zeigen. Erst einmal trieb der Geist sein Unwesen. Die erste Probe nach diesem Chor-Wochenende wurde von jenen Chormitgliedern dominiert, die nicht in Rüdesheim waren. Hier ist’s auf die Stimme geschlagen, da krümmte sich der Rücken und dort wurde es schon zu Beginn der Probe schwarz vor Augen. Der Geist machte einen Rundum-Schlag. Man darf ihm aber nicht nur Böses nachsagen, denn er brachte auch Gutes: Die Harmonie des Chores war am Ende stimmig. Schließlich waren die Anforderungen auch anders als sonst. Das Abschlusskonzert im strengen Rheinhessendom verlangt weniger fröhliches Frohlocken im Advent als sakrale Würde in den Liedern, und der Chor ist nun dafür gut gerüstet.

Das heruntergefahrene Temperament des Chores fand an dem Wochenende seinen Ausgleich beim abendlichen Beisammensein. Da kramte jeder in seinem persönlichen Schatzkästlein der Lieder und die Tage endeten erst spät in fröhlicher Runde.

So darf man sich dann auf ein tolles Abschlusskonzert des Elsa-Chores freuen und jeder ist herzlich eingeladen am 15. Dezember in der Katholischen Kirche St. Stephan in Gonsenheim. (RW)